Der Tag begann heute gut. Es regnete in der Nacht ab und zu, aber am Morgen waren nur noch dicke Wolken am Himmel. Manuela freute sich schon auf einen Kaffee und startete die Mokkamaschine. Noch ein schönes Foto musste her, alles super. Dann der Unfall, die Maschine fiel vom Kocher und der Kaffee leerte aus. Ein paar Tropfen waren zu retten, aber natürlich zu wenig, um gut in den Tag zu starten. Also nochmals von vorne :-).
Wir packten zusammen und fuhren los. Die Temperaturen waren angenehm, aber der Wind blies uns um die Ohren. Das sind wir uns aber inzwischen bereits gewöhnt. Georg ging es nicht besser, er fühlte sich schlapp – trotzdem mussten wir uns auf das Fahrrad schwingen und losfahren, der Campingplatz schloss ja seine Pforten heute.
Die Strecke heute war wieder atemberaubend schön. Die Streckenführung der Eurovelo 1 ist – meist in Städten – nicht klar beschildert. Darum waren wir froh, die Route auch noch in Komoot gespeichert dabei zu haben. So finden wir jeweils schneller wieder zurück auf die Eurovelo 1. Der Strassenzustand ist nicht auf jedem Streckenabschnitt optimal – teilweise hat es auch keine Fahrradwege, sondern man muss sich auf einer viel befahrenen Strasse bewegen. Wir haben das aber im Voraus erwartet, denn die Eurovelo 1 ist nach wie vor im Ausbau.
Auf der letzten Passage unserer Tour heute fing es an zu stürmen und zu regnen wie verrückt. Wir hatten uns einen Campingplatz auf einer Klippe ausgesucht – ja, das tönt schlau: Bei Sturm und Regen auf einer ausgesetzten Klippe zu campieren ;-). Es war aber schlau, denn Georg hat sich die Bilder des Campingplatzes vorher angesehen und wusste, dass die Stell-Plätze gut durch Hecken geschützt waren. Wir schreiben hier bewusst Stellplätze, denn mindestens um diese Jahreszeit sieht dieser Campingplatz wohl nicht viele Zelte – aber Camper standen da ein paar. Pünktlich nach dem „Check-In“ auf dem Campingplatz hörte der Regen auf und wir konnten unser Zelt im trockenen aufbauen. Hier hatte es – wohl wie auf vielen Campingplätzen auch – nicht überall schön grüner Rasen, sondern eher sandige Erde. Wenn es in der Nacht zu stark regnet, werden wir morgen eine Schlammschlacht haben, dachten wir noch.