Guten Tag lieber Regen, auch heute begleitest du uns – wie schön :-). Es ist aber nicht mehr so kalt, dann geht das noch so einigermassen. Heute haben wir eine interessante Strecke hinter uns – wir waren sowohl am Meer bzw. der Küste, als auch in Wäldern unterwegs. Die Eurovelo 1 ist sehr abwechslungsreich geführt. Höhenunterschiede haben wir praktisch keine zu bewältigen im Moment.
Wir haben in den letzten Tagen die ersten Korkeichen gesehen – die Rinde der Bäume wird geerntet und zu Kork verarbeitet. Ein Baum liefert nach 12-15 Jahren die erste qualitativ hochwertige Ernte. Die Bäume sterben daran nicht, sondern bilden (rund 5-10 mal) eine neue Rinde. Das braucht aber Zeit (9-12 Jahre), darum ist es wichtig, dass wir mit dem Kork sparsam umgehen und ihn recyclen wenn irgend möglich.
Die heutige Tour war für uns schlussendlich doch etwas zu weit – wir hatten um die 60 Km auf dem Plan, aber einige Abstecher nicht eingerechnet und die Eurovelo 1 auch nicht ganz genau in Komoot erfasst bei der Planung. Schlussendlich kamen somit dann 67 Km zusammen. Das verstopfte Örtchen Biarritz haben wir auch nicht wirklich eingerechnet. Der Verkehr war immens, die Touristen (ja wir sind ja auch welche) haben den Fahrradweg zum Spazieren benutzt und wir kamen so nicht wirklich gut vorwärts. Teilweise schienen uns die Automobilisten auch etwas gestresst, denn sie drängten uns mehrfach ab. Darum konnten wir Biarritz nicht allzu viel Schönes abgewinnen und haben uns mehr oder weniger durch geschlängelt. Stehenbleiben war eh schwierig, ohne die Shopping-Rückkehrer mit ihren schweren Taschen zu behindern ;-). Die Küste ist aber beeindruckend schön!
Wir waren froh, als wir auf dem Campingplatz „Camping Biarritz“ angekommen sind. Er war etwas teurer als die letzten, bot aber dafür einen Pool (denn wir auch für 5 Minuten nutzten bevor er geschlossen wurde). Der Campingplatz hatte den letzten Tag geöffnet und schloss die Saison ab. Es standen noch ein paar Campingbusse da, irgendwo in einem Eck stand auch noch ein einsames Zelt.
Georg fühlte sich nicht sehr wohl und war etwas angeschlagen. Wir konnten unser Zelt aufstellen, es regnete nicht – es war nur etwas kalt. Da wir keine Lust hatten zu kochen, beschafften wir uns zwei Burger mit „Frites“ (Pommes). Anschliessend ging es rasch ins Zelt. Unsere Akkus – und auch die Akkus unserer Geräte – machten langsam schlapp.
Für die Stromgenerierung haben wir zwei Solarpaneele dabei, aber diese funktionieren natürlich nur, wenn auch die Sonne (einigermassen) scheint. Ohne Sonne kein Strom. Die Preise für den Strombezug auf den Campingplätzen sind irrsinnig hoch – da könnten wir ein ganzes Einfamilienhaus hochheizen ;-). Allenfalls gibt es künftig auch einmal einen Blog-Post über einzelne Ausrüstungsgegenstände. Mal sehen 😉