Es regnete die ganze Nacht bis in den Morgen hinein immer wieder. Lange bewegte sich bei uns im Zelt nichts, keiner hatte Lust raus zu gehen. Wir wussten, was uns erwarteten würde. Aber jede Blase ist einmal voll – also raus in den Matsch! Es war wie an einem Openair (nur mit Turnschuhen statt mit Gummistiefeln) :-).
Die Fahrt der Küste entlang war wieder sehr schön, wir hatten heute nur 10 Km auf dem Programm. Hendaye ist ein Surfer-Mekka mit vielen Surfschulen. Es war spannend, den Surfer(innen) trotz des kalten Wetters (es waren rund 12 Grad) beim Surfen zuzuschauen.
Da es Georg nicht gut ging, haben wir uns in Ciboure ein kleines Appartment reserviert für die kommenden zwei Nächste. Es ist Regen angesagt für die kommenden Tage – darum mussten wir auf das Zelten verzichten. Georg muss sich erholen – wie erwartet hatte er eine Erkältung eingefangen. Somit war heute nach knapp 10 Km schon Schluss. Das Appartment war sehr funktional eingerichtet, bot knapp 20 Quadratmeter Platz. Schlafen konnte man auf einem Ausziehsofa (ja, so etwas scheint es noch zu geben, sogar mit Metallfederung statt einem Lattenrost :-)). Aber unsere Matten, auf denen wir im Zelt schlafen, sind um einiges härter. Wir waren froh ein warmes Zimmer für uns gefunden zu haben. Sauber und ruhig war es und das ist schonmal gut. Mit allem anderen kann man sich meistens arrangieren.
Gezwungenermassen verlängerten wir um eine weitere Nacht, denn Georg hat sich eine Nasennebenhöhlenentzündung eingefangen und diese will minimalst kuriert sein, bevor es weitergeht. Wir hofften noch, dass es schnell vorbeigeht, denn bis dahin fühlten wir beide uns eigentlich trotz der stetigen Kälte sehr gesund. Von diesen drei Tagen gibt es denn nicht viel zu berichten – ausser dass Manuela sich sehr gut um Georg kümmerte. Den Rest ersparen wir euch hier :-).
Liebe Manuela und Georg
Es ist gemein, dass ihr durch die gesundheitlichen Probleme von Georg gebremst werdet. Wir wünschen rasche und vollständige Genesung!
Wir bewundern euren Durchhaltewillen und haben (in Gedanken) täglich mitgefroren. Hoffentlich bessert nach der Pause das Wetter! Wir freuen uns sehr auf die Fortsetzung des Blogs und werden euch weiter begleiten.
Liebe Grüsse
Giuseppe (Götti) und Monika
Hallo Giuseppe
Danke für eure Nachricht. Schön wenn ihr unseren Blog verfolgt. Die Temperaturen sind vor allem Nachts ein Problem (und weil Georg noch nicht ganz fit ist). Wir werden uns noch etwas einfallen lassen müssen, denn die Daunen unserer bestehenden Mammut-Schlafsäcke haben wohl doch schon zu viele Jahre auf dem Buckel. Wir werden diese ergänzen und das wird dann auch wieder besser funktionieren. Tiefe Temperaturen alleine sind eigentlich kein Problem, nur zusammen mit Nässe ringen sie Fahrradfahrenden so einiges ab. Wir bleiben am Ball bzw. in den Pedalen :-).
Viele Grüsse
Manuela & Georg