Heute gab es ein Müsli zum Frühstück. Wir hatten uns am Vortag Joghurt gekauft, den Rest haben wir immer dabei.
Dann sind wir losgefahren. Die Strecke war zu Beginn eher trostlos: Spanien hat sehr viel landwirtschaftliche Flächen. Wir sind durch grosse Monokulturgebiete gefahren – alles ist bereits geerntet und umgepflügt. Zusammen mit dem Neblig-Grauen Himmel gab dies eher ein düsteres Bild ab. Jeder Meter, welcher irgendwie genutzt werden kann, wurde auch genutzt. Es gab keine Bäume, Sträucher. Einzig ein paar Ringelblumen haben sich den Rand zwischen Strassen und Äckern als Lebensraum erkämpft.
Es ist uns auch direkt aufgefallen, als wir zwischen den Hügeln durchgefahren sind und es wieder etwas mehr Natur gab. Es gab Bäume, Sträucher und dann auch gleich wieder Vögel. Scheinbar sind diese Flächen nicht so interessant für die Bauern. Zum Glück kann man fast sagen!
Wir fuhren durch ein paar kleine Dörfer, bei welchen jeweils auch ein Dorfplatz nicht fehlen durfte. Da war natürlich niemand, denn bei 6 Grad und Wind ist es im Moment eher nicht angenehm, sich auf eine Steinbank zu setzen :-). Viele verbringen den Tag dann doch lieber in der warmen Stube – verständlich! Es gibt aber zwei Spinner, die mit dem Fahrrad durch den (für uns ewigen) Herbst fahren. Wir geniessen es! Im Sommer ist es hier sicher brütend heiss.
Der Fahrradweg Eurovelo 1 führt immer noch dem Camino de Santiago entlang, darum haben wir heute auch wieder einige Camino-Wanderer gesehen. Zu anderen Jahreszeiten wird es hier noch viel mehr dieser Wandernden mit Muscheln an den Rucksäcken haben. Wir sind froh, dass es nicht zu viele sind in dieser Jahreszeit. Ansonsten müsste man ja durchgehend klingeln, um jeweils vorbeizukommen :-).
Hallo ihr Radelnden,
Wollte nur kurz anfragen, ob ihr das mit dem Müsli zum Frühstück ernst gemeint habt? Es hät me ä chli chuderet bi dere Vorstellig!!l 🙂
Tolle Berichte! Ich radle im Geiste und auf der Landkarte hinterher…
Liebe Grüsse
Horst
Hallo Horst
Ja, wir essen Müsli zum Frühstück, aber natürlich nicht immer :-). Danke fürs Feedback und schön bist du noch dabei ;-). Irgendwann versucht Georg mal noch die Route etwas sichtbarer darzustellen hier im Blog.
Viele Grüsse
Manuela & Georg
Hallo nochmals,
Ich hatte das Bild einer Maus (Müsli) im Napf vor Augen, statt Frühstücksflocken (MüEsli), wie wir in Bern sagen.
Die portugiesische Westküste wird euch gefallen, die Algarve dafür hat im Vergleich etwas viel touristische Infrastruktur, gibt aber zwischendrin immer wieder spannende Abschnitte. Mir fällt gerade ein, es hat dort eine stillgelegte Bahnlinie, welche nun als Veloroute dient.
Bis bald
Hallo Horst
Ha! 🙂 Nein, in die Situation, dass wir Mäuse essen mussten, kamen wir noch nie ;-). Ich musste Müsli schreiben, weil der Google Übersetzer das ansonsten nicht korrekt in die anderen Sprachen übersetzen kann – natürlich meinen wir „Müesli“.
Danke für die Information, wir lassen uns mal treiben ;-).
Viele Grüsse
Manuela & Georg