Heute ging es von Bordeaux bis ans Meer. Endlich – wir freuten uns! Das Wetter sollte gut werden (wenigstens sah es in der Wetterapp am Vorabend noch so aus). In der Nacht zog dann aber scheinbar Nebel auf und der blieb den ganzen Morgen über ziemlich zäh hängen.
Unsere Route nach Pyla sur Mer sollte sehr direkt sein. Es gab keine eigentliche Veloroute von Bordeaux zum Meer (direkt). Also haben wir den einzigen Weg genommen, den es für uns gab – den direktesten :-). Das änderte war nichts am Nebel, aber wir hatten das Gefühl vorwärts zu kommen. Aus Bordeaux hinaus zog sich der Weg aber dann doch ziemlich. Vor allem, wenn der Fahrradweg (wenn er dann vorhanden ist) der Schnellstrasse entlangführt. Die Strassenplaner haben aber zumindest teilweise einen eigenen Fahrradweg (abgetrennt von der Strasse) geführt. Das ist schon viel angenehmer als wenn einem die überbreiten Transporter fast streifen oder der Luftzug einem hin und her schreddert.
Pünktlich zu unserer Ankunft an der „Dune du Pilat“, der grössten Wanderdüne in Europas schickte die Sonne ihre Strahlen durch den Nebel und dieser verzog sich ziemlich rasch. Es wurde warm und richtig schön – die Düne war beeindruckend gross und wir machten uns auf den Weg auf den „Sandhaufen“. Uns hat erstaunt, dass noch so viele Besucher auf dem „Dune du Pilat“ waren, denn immerhin waren praktisch alle Campingplätze geschlossen und die Saison vorbei.
Das bemerkten wir dann schliesslich auch, als wir uns irgendwo niederlassen wollten. Überall waren grosse Campen-Verboten Schilder aufgestellt, auf dem Stellplatz auf dem Wohnmobile stehen konnten, durfte von Zelten nicht benutzt werden (Logik unklar) und zuletzt war nur noch ein Campingplatz geöffnet (zu dem wir dann schliesslich auch nochmals 5 Km zurückfuhren). Der Campingplatz machte zuerst einen etwas touristischen und unfreundlichen Eindruck – eine lange Schlange stand schon vor der Rezeption. Beim zweiten Besuch war diese aber weg und die Rezeptionisten SEHR freundlich und gab sogar noch Tipps für den nächsten Tag. Wir waren froh, angekommen zu sein, denn wir hatten heute wieder 75 Km in den Beinen. Wir waren beide etwas fertig – warum, konnten wir nicht herausfinden – denn die Tour schien uns nicht sehr anstrengend.
Morgen wollen wir den Eurovelo 1 weiter folgen.