Tag 66: Vila do Bispo – Lagos

Heute waren wir an der südwestlichsten Spitze von Portugal. In Sagres. Um das 15. Jahruhundert hinweg glaubte man, dass dies das Ende der Welt sei. Die Römer glaubten, dass die Sonne hier unterging und sie kamen, um zu hören, wie sie in den Ozean zischte. Sie hielten es für einen magischen Ort, an dem der Sonnenuntergang viel grösser war als sonstwo. Sagres ist ein verschlafenes Städtchen und neben dem Leuchtturm am Cape St. Vincent und einem kleinen Café (in dem wir uns einen massiv überteuerten Café Dopio gönnten) gibt es nicht viel zu sehen. Beeindruckend waren allerdings die Klippen, vor allem wenn man sich vorstellt, dass die Menschen früher dachten, dass hier das Ende der Welt sei. 

Heute war es zum Start eher feucht, wir fuhren heute ein paar Stunden im Sprühregen. Es war aber nicht kalt, sodass wir unsere Regenkleidung in den Taschen liessen. Mittags liess der „Regen“ dann nach und wir trockneten wieder im Wind. Die Fahrt war auch heute sehr abwechslungsreich. Eurovelo Schilder sahen wir keine mehr, also mussten wir uns wieder auf die Komoot Streckenführung verlassen. Das klappte heute auch sehr gut und wir kamen rasch voran.

Zuerst planten wir, auf einem Campingplatz in Budens zu übernachten. Wir waren aber aufgrund der guten Strassenverhältnisse schneller als wir dachten und fuhren weiter bis nach Lagos (bzw. kurz davor). Unterwegs begegneten wir wieder den „Truppen“ von GNR (Guardia National Republicana). Wir grüssten freundlich und fuhren an der Kontrolle vorbei.

Die Strecke führte uns auch heute wieder auf schönen Gravel-Strecken, aber auch geteerten Strassen durch die wunderschöne Algarve. Bald schon kamen wir an unserem Ziel-Campingplatz an und stellten (zum Glück ohne Regen) das Zelt auf. Dann ab in die Dusche und noch kurz in den Pool. Um nicht zu viel Neid einzufangen, von Schweizern, welche derzeit im Schneegestöber sind: Der Pool war überdacht ;-).

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