Das haben wir davon, dass wir oft auf günstige Übernachtungsmöglichkeiten zurückgreifen: Die Unterkünfte werden oft auch von Jugendlichen genutzt, welche es in die Städte zieht, um Party zu machen. So kommt es dann, dass sie um 21:30 Uhr essen gehen, um 23:00 Uhr in den Ausgang und um 4:00 Uhr morgens dann wieder ins Zimmer torkeln.
Aber wir verstehen es ja, wir sind halt einfach anders unterwegs und schlafen dann nicht so gut wie wenn wir irgendwo auf dem Land wären. Aber auch wir sind schon in Städten „verhockt“ (zu lange im Ausgang gewesen).
Wir sind heute wieder entlang der Eurovelo 1 gefahren. Diese ist zwar nirgends beschildert – wir haben herausgefunden, dass diese in Teilbereichen und vor allem in Spanien erst geplant ist. Wir folgen also der Route, welche uns die App Komoot angibt – und die Vorschläge (ob Eurovelo oder nicht) waren immer sehr schön gewählt und passend. Es gibt wenig, was die App besser machen könnte (mindestens im Fahrrad-Bereich. Bei Wanderungen haben sind wir auch schon irgendwo im Nirgendwo gestanden).
Wir hatten auch heute keinen Gegenwind, aber es war kalt. Auch heute kamen wir auf rund 8 Grad, mehr gab es leider nicht. Dazu ein bissiger kühler Wind. Die Windkraftbetreiber freut es sicher. Wir haben einige Windräder auf den Hügeln gesehen und diese drehten kräftig! Heute sind wir mal auf dem Land, ungünstigerweise ohne gute Wildcamping-Möglichkeiten. Die Nächte sind natürlich lang und kalt, das haben wir gewusst. Wir hoffen, dass wir weiter im Süden wieder auf wärmere Gefilde treffen und nicht den ganzen Tag durchfrieren und in unseren Daunenjacken Fahrradfahren müssen – dann sind wir auch eher wieder im Camping-Modus.
Die letzten drei Tage haben wir 89, 85 und 88 Kilometer täglich mit etlichen Höhenmetern gefahren, um etwas Strecke in Richtung Süden zu schaffen. Uns haben die drei Tage sehr viel Spass gemacht. Mal wieder etwas sportlicher unterwegs zu sein hat auch seinen Reiz. Heute haben wir aber wieder etwas Tempo herausgenommen und sind 47 Kilometer gefahren (470 Höhenmeter).